Politischer Aschermittwoch in Vilshofen

Blick im Zelt nach vornDer Politische Aschermittwoch zieht die Anhänger zahlreicher Parteien nach Niederbayern: die CSU nach Passau, die Bündnisgrünen nach Landshut, die Freien Wähler nach Deggendorf, die Liberalen nach Dingolfing - und die SPD nach Vilshofen. Natürlich hat sich auch eine Abordnung der Nailaer SPD auf den Weg gemacht und fuhr mit dem Bus zur in diesem Jahr größten Aschermittwochsveranstaltung Deutschlands. Für 5.000 Gäste wurde eigens ein Festzelt aufgebaut und am Ende war es proppenvoll. Kein Wunder - hatte die BayernSPD nicht nur die größte Veranstaltung, sondern mir Florian Pronold, Christian Ude und Peer Steinbrück gleich drei hochkarätige Redner zu bieten.
Der SPD-Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten Christian Ude hielt eine kämpferische Rede, er geißelte den Noch-Ministerpräsidenten Horst Drehhofer und seine andauernden politischen Kehrtwenden - vom Atomausstieg bis zu den Studiengebühren. Kultstatus dürfte Udes Spruch erlangen: „Lasst bloß kein kommunistisches Manifest in der Staatskanzlei herumliegen, sonst schreibt der Seehofer das auch noch ab.“
Peer Steinbrück kritisierte Angela Merkel und ihre schwarz-gelbe Koalition scharf. „Schwarz-Gelb ist so beliebt wie Blinddarm-Entzündung und Wurzelbehandlung auf einmal“, befand der SPD-Kanzlerkandidat. Und die Zuschauer jubelten begeistert als er ausrief: „Ich spiele nicht auf Platz, ich setze auf Sieg!

Nachtrag: Wie glaubwürdig die CSU ist, konnte man allein schon daran erkennen, dass sie selbst bei den Besucherzahlen für ihre Veranstaltung trickst und täuscht. So gab Dobrindt in seiner Rede 7.000 Besucher in der Dreiländerhalle in Passau zu Protokoll. Dumm nur, dass die Halle nur für 3.200 Personen bestuhlt werden kann und selbst unter Einbezug von Stehplätzen aus brandschutztechnischen Gründen maximal 4.100 Personen zugelassen sind. Diese Auflagen wurden nach Aussage der Stadt Passau auch eingehalten.  Blick im Zelt nach hinten

nach oben

Kommentar verfassen

Kommentar eintragen

nach oben