Bericht der Frankenpost vom 16.01.2014 zum Wahlkampfauftakt der SPD Naila

SPD will Baukindergeld für junge Familien

Die Sozialdemokraten in Naila haben den Wahlkampf eröffnet. In Ihrem Programm legen Sie auf eine solide Finanzpolitik Wert und wollen Eltern unterstützen.

Die SPD Naila hat Ihr Wahlprogramm für die Kommunalwahl a 16. März vorgelegt. Neben einer soliden Finanzpolitik wollen die Sozialdemokraten junge Familien unter die Arme greifen.

In der Gaststätte der Freien Turnerschaft Naila lauschten nicht nur die Listenkandidaten, sondern auch interessierte Bürger den Ausführungen von drittem Bürgermeister Werner Hick, dem stellvertretenden SPD- Ortsvereinsvorsitzenden Daniel Hohberger und SPD- Landratskandidat Alexander Eberl.

Mit Blick auf die Kandidatenliste stellte Hohberger fest, dass diese theoretisch auch bei der nächsten Kommunalwahl 2020 wieder antreten könne. „Wir haben einige Kandidaten unter 35 Jahre.“ Als „Listentrumpf“ der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende den amtierenden dritten Bürgermeister Werner Hick.

„Die Finanzsituation der Stadt wird schwierig werden“, sagte Hohberger weiter. „Die Nailaer SPD hat sich solide Finanzpolitik auf die Fahnen geschrieben. Trotzdem sollte man nicht nur sparen, sondern auch sinnvoll investieren.“ Als „zwingend notwendig“ bezeichnete Hohberger die Sanierung der Grundschule, ebenso gelte es für das Bahnhofsgebäude Geld in die Hand zu nehmen. Daniel Hohberger verwies auf eine hohe Beschäftigungsquote mit sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen. Er nannte als große Arbeitgeber die Liba Maschinenfabrik, Ontec und Gebelein Laser- und Biegetechnik. Außerdem wies er auf die Eon- Netzcenter und die Rehau AG in Marlesreuth hin, auf FEG, Thüga Metering Service und TSL. Viele Kleinunternehmen haben sich laut seinen Worten gut entwickelt. Er erinnerte auch an die Neueröffnung der Gaensslen Druckerei in der Straße „zum Kugelfang“. Vor diesem Hintergrund sei die Sicherstellung einer bedarfsgerechten Kinderbetreuung wichtig. Zwar seien von der Kinderkrippe bis zum Hort alle Einrichtungen vorhanden, während der Ferien gelte es dennoch, die Öffnungszeiten zu verbessern.

Ob Betreuung,  ärztliche Versorgung oder Schulen – speziell für junge Familien mit Kindern sei man strukturell gut gewappnet. Stichwort Baukindergel: „Junge Familien können zum Beispiel städtische Grundstücke billiger kaufen, pro Kind gibt es eine vorgegebene Suumme“, sagte Hohberger. „Der Antrag dafür ist in Arbeit.“

Auch über die Finanzierung des Feuerwehrführerscheins haben sich die Sozialdemokraten Gedanken gemacht. „Hier muss eine gerecht Lösung gefunden werden, abhängig vom Bedarf“, fordert Hohberger. Die Kooperation mit den Nachbarkommunen – für Hohberger ist sie unerlässlich: „Gemeinsam arbeiten und Ersparnisse erzielen und interkommunal z.B. beim Wasserwerk und Bauhof zusammenarbeiten.“ Hohberger warnte vor einer Privatisierung von Wasserwerk und Kläranlage. „Das muss Kommunal bleiben.“ Ein Seniorenkonzept, die erneuerbaren Energien und die Einführung des Grünpfeils an der Selbitztalstraße sind weitere Programmpunkte. Abhängig von der Finanzsituation sei die Erneuerung des Hallenbodens in der Frankenhalle. Unternehmen und Existenzgründer sollen unterstützt werden. Als „wichtiges Projekt“ erachtet Hohberger die Einrichtung eines Jugendstadtrates.

SPD- Landratskandidat Alexander Eberl weiß um die Zentrale Funktion von Naila im Landkreis. Er selbst, sagte er, blicke „neidvoll auf die gelungene Innenstadtbelebung von Naila“. Er wolle schwerpunktmäßig Unternehmen unterstützen. „Gemeinsam mit Landtagsabgeordnetem Klaus Adelt werde ich das Gespräch mit dem neuen Besitzer der Liba suchen und verdeutlichen, dass die Liba nicht alleine da stehe, sondern im unternehmerischen Umfeld integriert ist, der Standort erhalten und ausgebaut werden muss.“

Werner Hick als Bauleiter im Ruhestand gab abschließend einen umfassenden Überblick über Leerstände, Gewerbeflächen und Beispiele einer erfolgreichen Innenstadtpolitik.

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