Traditionelles Heringsessen der SPD Naila

Bernd Köhler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Rahmen der traditionellen Aschermittwochsveranstaltung der SPD Naila berichtet der DGB-Kreisvorsitzende Bernd Köhler ausführlich über das stetig steigende soziale Gefälle in Deutschland und den Mindestlohn. Der stellvertretende Kreisvorsitzende der SPD Hof- Land Daniel Hohberger kritisiert die Filialschließungen der Sparkassen als ein schlechtes Zeichen für den ländlichen Raum.

In der Gaststätte Froschgrün begrüßte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende und dritte Bürgermeister Werner Hick alle anwesenden Gäste und bedankte sich bei den Mitgliedern des SKC Naila, die erstmals die Bewirtung für das Heringsessen übernommen haben. Als Redner war der DGB Kreisvorsitzende Bernd Köhler gekommen, der den Zuhörern die Notwendigkeit und die Vorteile des Mindestlohns näher brachte. In Deutschland müsse jeder Arbeitnehmer von der eigenen Hände Arbeit leben können, auch wenn 8,50 € pro Stunde hier sicherlich nicht hoch gegriffen sind. Das soziale Gefälle in unserem Land gehe immer weiter auseinander. Köhler erläuterte dies anschaulich anhand der Verteilung des Volksvermögens in den letzten Jahren. So ist festzustellen, dass immer weniger immer mehr besitzen. Die Politik müsse hier einschreiten und für eine größere Gerechtigkeit sorgen, der Mindestlohn ist hier nur ein Etappenziel. Zu Lasten der Menschen gehe auch, dass immer weniger „normale“ Arbeitsverhältnisse abgeschlossen werden. Immer mehr Arbeitnehmer finden sich in der Leiharbeit oder in befristeten unsicheren Arbeitsverhältnissen wieder. Hierdurch fehlt vielen Menschen die Planungssicherheit, aber auch gesundheitliche Nachteile oder der Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben z.B. in Vereinen sind schwerwiegende Folgen. Bernd Köhler konnte aus seiner Tätigkeit als DGB-Kreisvorsitzender viele anschauliche Beispiele benennen, wie gut situierte Menschen trotz intensiver Arbeit innerhalb kürzester Zeit abrutschen können. 

Im Anschluss stellte der stellvertretende Kreisvorsitzende der SPD- Hof Land Daniel Hohberger nochmals klar, dass die Einführung des Mindestlohns ein großer Erfolg der SPD für die Menschen in Deutschland ist. Die im Augenblick geäußerte Kritik an der anfallenden Dokumentationspflicht sei überzogen. Kritik äußerte Hohberger an den zuletzt getroffenen Aussagen des CSU-Ortsvereinsvorsitzenden auf der Internetplattform Facebook. Auch kritisiert Hohberger die Filialschließungen der Sparkassen u.a. in Lichtenberg und Leupoldsgrün. Kommunalpolitiker, Bürgerinnen und Bürger versuchen engagiert die Situationen des ländlichen Raums stetig zu verbessern, jetzt werden mit einem Federstrich ohne Einbezug der Bevölkerung so wichtige Standortfaktoren wie eine Bank vor Ort einfach geschlossen. Die Sparkassen als öffentlich-rechtliche Institute haben hier andere Maßstäbe zu setzen als Privatbanken. Hohberger wünscht sich, dass im inzwischen begonnenen Dialog mit der betroffenen Bevölkerung eine einvernehmliche Lösung gefunden werden kann.

 

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